| Kornkreise 2002 - ein Rückblick von Harald Hoos
Daß 2002 kein normales Kornkreisjahr werden würde, stand schon im Herbst 2001 fest: Der Hollywood-Streifen Signs - Zeichen war angekündigt! Kornkreise im Mittelpunkt eines Spielfilms, das sollte Einfluß auf die Entwicklung des Phänomens haben. Im Zuge von Signs sollten die Geschehnisse in den sommerlichen Getreidefeldern in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken und das in einem Maße, wie es in Deutschland in der bisherigen Kornkreisgeschichte noch nicht der Fall war. In meiner Betrachtung beschränke ich mich auf die Ereignisse 2002 in Deutschland, das sich inzwischen zu dem Kornkreisland neben dem Ursprungsland England entwickelt hat. Signs droht und der Raps reift! Signs hat schon im Frühjahr einige Nervosität bei den Cereologen - wie sich die Kornkreisforscher selbst nennen - ausgelöst: Sollte Signs das Produkt einer groß angelegten Desinformationskampagne sein? Ist Signs die Fortsetzung der Doug & Dave Geschichte von 1991, den beiden Rentnern, die sich als die Kornkreismacher und die Schöpfer des Kornkreisphänomens outeten? Wilde Gerüchte kursierten im Internet und wurden per eMail verbreitet. Die Forscher haben in all den Jahren einen siebten Sinn für Gefahren entwickelt, die ihre Sichtweise und Theorien zu den Kornkreisen ins wanken bringen können. Daher baute man schon mal sicherheitshalber mit solchen Verschwörungstheorien vor. Dann begann die Saison wie gewohnt: ein erster Kreis in Raps in der Nähe von Fritzlar/Hessen. Die Forschungsgesellschaft Kornkreise e.V. (FGK) tagte unweit von Fritzlar, als die Sichtung gemeldet wurde. Die Teilnehmer beschlossen kurzerhand die Tagesordnung zu ändern und einen Ausflug zu unternehmen. Die Saison 2002 in Deutschland war eröffnet! Die kleine Hantel-Formation nahm die erste Spannung aus der Luft; die Bange Frage, ob die Kornkreise wieder in der Region Kassel auftreten werden war beantwortet. Kornkreise - Kornkreise - Kornkreise Nach und nach kamen die Sichtungsmeldungen. Aus der Region Kassel, aus der Region um Heilbronn und vor allem von der Insel Rügen kamen die Meldungen Schlag auf Schlag. Dazu kamen vereinzelte Sichtungen verteilt über die ganze Republik. Insgesamt ca. 35 Formationen wurden in der vergangenen Saison gemeldet; kleine unscheinbare Kreise aber auch recht ästhetische, komplexere Formationen. Auf richtig Spektakuläres à la England wartete man vergebens. Bis Juli nahm alles seinen gewohnten Lauf: Es wurde entdeckt, vermessen und theoretisiert. Die Highlights der Kornkreistheorien kamen wie gewohnt aus der Umgebung von Kassel. Ein diplomierter Agrar-Ökonom, der schon 2001 das Gudensberger Protokoll verfaßte, verfeinerte seine Theorie. Ein Auszug: [...] Kornkreise sind sichtbare irdische Symbole kreativer kosmischer Energien. [...] In dem von Einstein mitgeprägten Weltbild ist offensichtlich nicht vorgesehen, dass auch Energien kreativ sein können und Erinnerungen entwickeln, transportieren und umsetzen können. Die Formel E = mc² muss demnach "unscharf" sein. Sie bedarf einer Korrektur. [...] Die Einstein-Formel müsste um einen Kornkreisfaktor ("k") erweitert werden. Mein Vorschlag als "Nicht-Physiker": E k = mc². [...] Übrigens: Hochkarätige Wissenschaftler experimentieren und spekulieren seit Jahren mit einem "Lambda-Faktor". Was sie allerdings damit meinen, ist derzeit unklar.[...] (aus: http://www.kornkreise.biofo.de/TischSet1.html) Darüber hinaus gab es wenig Neues. Nach wie vor werden Wachstumsveränderungen als der stichhaltigste Beweis für eine nicht-menschliche Ursache gesehen. Daß alle untersuchten Wachstumsveränderungen ein Effekt des Phototropismus und Gravitropismus sind, wird nach wie vor ignoriert. Da gleiche Effekte in Windbrüchen oder überall wo Getreide mechanisch umgelegt wurde zu beobachten sind, werden auch mal kurzerhand Windbrüche zu einer Manifestation überirdischer, uns unbekannter Kräfte. Bent but not broken - gebogene nicht gebrochene Halme - versetzen machne Kornkreisenthusiasten immer noch in Verzückung. Nach wie vor gilt für die Kornkreisforschung: Durch Erzählung und Wiederholung kann eine Idee eine Aura essentieller Wahrhaftigkeit um sich herum schaffen und behaupten. Im Verlauf dieses Prozesses wird eine liebgewonnene Vorstellung mit mehr Wahrheit ausgestattet als eine Bibliothek voller Fakten [...] Der dokumentarische Nachweis spielt nur eine untergeordnete Rolle im Vergleich zum Vollzug der wiederholten Bestätigung durch jede Gelehrtengeneration. Überdies nimmt die Kraft der Überzeugung zu, je weiter die fragliche Zeit in der Vergangenheit entschwindet. Anfängliche Zweifel wandeln sich bald zum Glauben an eine Möglichkeit und schließlich zur selbstgefälligen Gewißheit. (aus: "Das geheime Wissen der Frauen" ein Lexikon von Barbara G. Walker) Die FGK hatte im letzten Herbst ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert, gilt somit als fester Bestandteil des Kornkreisphänomens und der Kornkreisszene. Die rationale Betrachtungsweise der Ereignisse in den Getreidefeldern, die der langjährige Vorstand des Vereins, dem auch ich angehörte, favorisierte, fand unter den Mitgliedern immer weniger Gefallen. Auch daß die FGK nach außen, beispielsweise gegenüber den Medien, die Möglichkeit eines menschengemachten Phänomens thematisierte, stoß auf immer heftigere Ablehnung. Die Mehrzahl der Mitglieder präferiert metaphysische und esoterische Lösungsansätze, die sich nicht mit wissenschaftlich orientierter Forschung vereinbaren lassen. Diese Linie wird vom neuen Vorstand unterstützt und gefördert, was der FGK wieder einen angesehenen Platz unter den Kornkreisgläubigen sichert, sie aber als ernstzunehmende Institution und Ansprechpartner beispielsweise für Medien unattraktiv macht. Also schien die Kornkreiswelt zunächst in Ordung - der Sommer nahm seinen gewohnten Verlauf... Fernab den Feldern Unbenommen der Ereignisse in den Getreidefeldern lief Mitte Juli die PR-Arbeit für Signs an. Mitte Juli verschickte Buena Vista International seine Pressemappe, was die Medien nach und nach auf den Plan rief. Und auch einige unerschrockene Skeptiker waren fleißig; Florian Brunner und ich befanden uns in der Endphase der Arbeit zu unserem Buch Kornkreise - Rätsel in mystischer Landschaft das Ende August im Beust-Verlag/München erschienen sollte. Auch war der Vertrag zwischen der Kinokette Cinestar und uns geschlossen, der eine Deutschlandtournee unserer Multimedialen Lichtbildschau Kornkreise - Rätsel in mystischer Landschaft an 13 Standorten im Vorfeld des Hollywoodstreifen besiegelte. Während der Arbeit an unserem Buchprojekt stießen wir auf ein Problem: Wir wissen, wie Kornkreise hergestellt werden, haben dies (legal!!!) schon selbst praktiziert. Aber es existieren keine Bilddokumente. Also beschlossen wir, den Kreis zum Buch anzulegen und unsere nächtliche Arbeit im Feld entsprechend zu dokumentieren. Ein Landwirt aus Gerlfangen im Saarland, stellte uns sein Feld dankenswerter Weise zur Verfügung. Und so gingen wir ans Werk und »bearbeiteten« zu viert biologisch angebauten Weizen - das Feld enthielt keine Traktorspuren! Unser Werk lag bewußt abgelegen und sollte nicht entdeckt werden. Es war aus der Umgebung nicht einsehbar - wir hatten nicht die Absicht die Kornkreisfangemeinde zu täuschen. Aber alles kam anders! Während meines diesjährigen Englandaufenthaltes stand ich im Kontakt mit der Redaktion der SAT1 Sendung Planetopia. Der zuständige Redakteur wußte mir zu Berichten, daß im Saarland ein sensationeller Kornkreis entdeckt wurde, eine Formation in einem Feld ohne Traktorspuren! Ein perfektes Gebilde und keinerlei menschliche Spuren seien zu beobachten. Ich ließ mir die Formation beschreiben und zog danach den Redakteur ins Vertrauen. Unser Kreis zum Buch wurde als Highlight 2002 in der Szene gehandelt! Wir lüfteten offiziell das Geheimnis um die Gerlfangen-Formation. Und siehe da: plötzlich wurden auch menschliche Spuren im Kreis gefunden, der war dann auch plötzlich nach Ansicht der Cereologen gar nicht mehr so perfekt und überhaupt: man hatte gleich geahnt daß da was nicht stimmt! Doch der Landwirt wußte auch noch Interessantes zu berichten. Mit ihm war abgesprochen, daß er jeden, der sich bei ihm nach den Ereignissen in seinem Feld erkundigte mitteilen sollte, daß Brunner und Hoos hinter der Formation stecken, die zur Dokumentation angelegt wurde. Alle Kornkreisforscher beten ja auch immer wieder vor, bei einer Kornkreisentdeckung sollte immer als erstes der Landwirt befragt werden und auch seine Erlaubnis zum Betreten des Feldes eingeholt werden. Seltsam - offenbar hat dies niemand getan, aber viele Forscher waren im Feld! Im Ort Gerlfangen wußte man auch bald zu berichten, daß rote Lichter in der mutmaßlichen Entstehungsnacht über dem Feld gesichtet wurden! (Waren es etwa die Rücklichter unseres Autos?) Jetzt wurde es für die Kornkreisforschung schwierig: man mußte mal wieder wegreden was nicht sein durfte. Inquisitorisch wurden wir befragt - die Worte beliebig gewertet. Dazu ein Beispiel: Wir wurden zu der »Entstehungsdauer« befragt. Dazu erklärten wir, daß wir den ersten Kreis in ca. 15 Minuten noch bei Tageslicht angelegt haben, dann den Anbruch der Nacht abwarteten und bei völliger Dunkelheit den Rest vollendeten. Durch unsere Dokumentationsarbeit - Video und Fotoaufnahmen - wurde natürlich der Arbeitsablauf stark verzögert. Insgesamt lag die effektive Arbeitszeit bei ca. 45 Minuten - so auch in unserem Buch beschrieben. Und hier ein Beispiel was aus dieser Aussage gemacht wurde: [...] Über die wirkliche Entstehungsdauer dieser Formation liegen uns trotz intensiver Quellen-Recherche leider nur ungenaue und zudem teilweise stark variierende Zeitangaben vor. [...] in einem Artikel vom 28. August 2002 beruft sich die Saarbrücker Zeitung auf die Angaben Florian Brunners und gibt an: In 45 Minuten war das 'Zauberwerk', der Kornkreis bei Gerlfangen, vollbracht." Im erwähnten Buch selbst beschreiben Brunner und Hoos eine Aktion die erst bei Abenddämmerung begonnen wurde und die sich bis in die Dunkelheit fortsetzte. Sie resumieren hier: Bei pausenlosem Einsatz alle vier Team-Mitglieder hätten wir die gesamte Formation mit einer Fläche von rund 350 qm in gut 15 Minuten vollenden können.(Anm. des Autors: Der letzte Satz wurde aus dem Kontext gerissen und somit sinnentstellt) [...] (aus: http://www.invisiblecircle.de/) Nun, alles in allem wurde versucht ein Bild zu zeichnen, daß Brunner und Hoos selbst nicht mehr wissen was sie getan haben, das was sie angeblich getan haben ja auch gar nicht so perfekt war und auch nur wieder Teil einer Desinformationskampagne war. SAT1 zeigte großes Interesse an unserer Aktion - aber der Kreis zum Buch war bereits gemäht als das Team mit den Dreharbeiten beginnen wollte. Also entschlossen wir uns nach einiger Diskussion nochmals unser Können im Saarland vor laufender Kamera unter Beweis zu stellen. Bei sengender Hitze und bei Tageslicht gingen wir mit Planetopia-Kamerateam ins Feld, das diesmal die Redaktion pachtete. Nun war es für die Kornkreisforscher klar: Brunner und Hoos sind die Kornkreismacher in Deutschland! Paradoxerweise Personen, die es ja eigentlich nicht gibt - ein Widerspruch. Sind doch Menschen nach ihrer Ansicht gar nicht in der Lage so etwas wie einen perfekten Kornkreis zu vollbringen. Aber man hatte jetzt zwei Buhmänner denen man alles zuschieben konnte, was irgendwo schiefgeht und nicht in die eigene Theorie paßte. Dies sollte sich in den folgenden Monaten noch als nützlich erweisen. Die Saison geht zu Ende - Signs läuft in den Kinos Zahlreiche Fernsehsender nahmen sich der Spuren im Korn an. In Talkshows, dort wo ein hoher Unterhaltungswert und wenig sachliche Information gefragt ist, kamen die Kornkreisforscher zu Wort. Einige Wissenschaftmagazine produzierten gut recherchierte Beiträge, zu erwähnen ist hier SAT1 Planetopia und PRO7 mit Welt der Wunder. Umfangreiche Recherchen zeichneten ein umfassendes Bild des Phänomens. Doch sollten diese Beiträge nicht der Höhepunkt sein. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand wußte war, daß eine Produktionsgesellschaft aus Berlin schon seit Monaten recherchierte, um einen Beitrag für Günther Jauchs SternTV zu produzieren. So platzte am 9 Oktober in der Prime-Time bei RTL die Bombe: Für SternTV wurde in Brandenburg nahe Schönwalde ein Kornkreis angelegt und die Ereignisse der darauffolgenden Wochen mit der Kamera dokumentiert. Um dem Ganzen noch quasi ein intergalaktisches Sahnehäubchen aufzusetzen, streuten die Kornkreismacher Siliziumkristalle, ein Abfallprodukt aus der Aluminumproduktion, in die Kornkreis-Formation. Nun entstand die m.E. beste Dokumentation des Kornkreisphänomens in Deutschland: Änderungen der Gravitation und Anomalitäten im Erdmagnetfeld wurden von den Cereologen gemessen, die Siliziumkristalle wurden untersucht und als in keinem Fall irdischen Ursprungs identifiziert. Über die schon bekannten kurzfristige Einwirkung sehr hoher Temperaturen wurde spekuliert. Über Empfindungen und Energien in der Formation vor laufender Kamera gesprochen, Bilddokumente von unbekannten Wesenheiten im Feld gezeigt, Lichtwesen des nächtens bei Blitzlichaufnahmen mit Digitalkameras dokumentiert und und und... Ein UFO, das zum Wassertanken landete? Ein UFO, das wegen einer Havarie (abgesplitterte Siliziumkristalle!) notlanden mußte? Nichts war zu absurd um es nicht vor laufender Kamera zu äußern! Das überforderte jeden rational denkenden Menschen. Die Redakteure selbst konnten oft nicht fassen, was sie erlebten. Eine Welle des Entsetzens ging durch die gesamte Forscherszene als der Beitrag am 9. Oktober über die Mattscheiben flimmerte. Wird Jauch jetzt auch schon von Geheimdiensten bezahlt? Die Verzweiflung war groß. Die in Schönwalde interviewten Kornkreisforscher fühlten sich vorgeführt und getäuscht. Was keiner von ihnen wahrhaben wollte ist, daß sie sich ausnahmslos selbst vorführten! Doch man griff zu dem Mittel, das eigentlich bei solchen Katastrophen schon immer gewirkt hat: Man bezichtigt die Redakteure des Schmieren-Journalismus und man ignorierte das Geschehene! So kursieren noch heute Analysen der Siliziumkristalle im Internet (http://www.fosar-bludorf.com). Und viele der Betroffenenen beteuerten erneut, nie mehr mit den Medien zusammenarbeiten zu wollen. SternTV war der letzte journalistische Angriff auf die heile Welt der Kornkreise - danach trat Ruhe ein, das Interesse der Medien ebbte ab. Ein letztes Aufbäumen der Kornkreise 2002 waren zwei Formationen in Senf-Feldern bei Palmpohl/Niedersachsen. Eines der Piktogramme erinnerte sehr an das Signs-Emblem. Entstanden doch die beiden Figuren auch kurz nach dem Filmstart am 12. September. Und dann war da noch was in der Nähe der betroffenen Senffeldern: Ein angefangener Mais-Kreis. War Mais doch zu widerspenstig und man verlegte sich auf Senf? Und was kommt danach? Ein ereignisreiches Kornkreisjahr geht zu Ende. Waren auch die in Deutschland gefundenen Formationen nicht spektakulär - so war es doch ein einschneidendes Jahr! Viele Menschen sind auf das Phänomen aufmerksam geworden, ein Millionenpublikum hat teils sehr gut recherchierte Berichte im Fernsehen sehen können und hat nun die Möglichkeit, eigene Rückschlüsse zu ziehen. Daß das Phänomen fasziniert konnten Florian Brunner und ich auch bei unserer Multimedia-Diaschau-Tournee und bei der Arbeit an unserem Buch erleben. Auch wir gaben unseren Zuschauern und Lesern die Möglichkeit einem Blick hinter die Kulissen zu werfen. Dieses Angebot wurde meist dankbar angenommen, nur wenige, deren Fanatismus es nicht erlaubte, wendeten sich angewidert ab. Mehrere Male wurde 2002 gezeigt, daß bei den Kornkreisen das Phänomenale nicht in ihrer Entstehung steckt, sondern in ihrem Umkreis, bei den beobachtenden Menschen und den Kornkreisforschern stattfindet. Der Nährboden für die Getreidefeldspuren entsteht im Spannungsfeld zwischen Kornkreismachern und Kornkreisbeobchtern bzw. -forschern. Die Cereologen stilisieren ihre Kornkreise oft zu einer Art Ersatzreligion. Als kritischer Beobachter und Berichterstatter - auch Skeptiker genannt - beginnt hier eine Gratwanderung: Auf der einen Seite möchte man dem fragenden Zuschauer die Möglichkeit bieten, einen Einblick in das Geschehen zu erhalten und die Mechanismen zu begreifen, auf der anderen Seite trägt man die Verantwortung, das Phänomen an sich nicht durch diese Aufklärungsarbeit zu zerstören. Auch eine soziale Verantwortung kommt hinzu; einige Kornkreisenthusiasten haben ihr persönliches Weltbild und ihren Lebensinhalt auf die Spuren in den Getreidefeldern abgestimmt, diese sind zu Glaubensinhalten geworden. Und es steht m. E. niemanden zu, diese, wenn auch nicht rationale Sichtweise, zu zerstören. Doch wie schon beschrieben: Das Gesamtgefüge Kornkreis hat inzwischen bewährte Strategien entwickelt unliebsame Angriffe von Außen wegzufiltern - zu ignorieren. Also ist alles in allem auch dieses Jahr kein Schaden entstanden. Und das neue Interesse an den Kornkreisen wird sicher im nächsten Sommer seine Auswirkungen zeigen. Ich mutmaße: Mehr Kornkreise und noch mehr Kornkreisinteressierte! |